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Nachgedacht

Egoismus-Gesellschaft

04.05.2003

Nachdem der Irak-Krieg nun glücklicherweise vorbei ist, hab ich mich entschlossen, mich mal einem innenpolitischen / gesellschaftlichen Thema zu widmen: Alle Jahre wieder oder noch ein bißchen öfter ist irgendeine Gewerkschaft am streiken und will mehr Gehalt für ihre Mitglieder haben. Und zwar nicht nur einen schlappen Inflationsausgleich, sondern eine wirkliche Erhöhung des Einkommenskaufwertes. Das ist ja auch normal, jeder will soviel wie möglich verdienen. Ich habe nur das Gefühl, viele meinen es ernst mit der Vorstellung, sie müssten bald am Hungertuch nagen wenn die Arbeitgeber der 3,5%igen Lohnsteigerung nicht zustimmten. Und dabei scheint das Geld sogar wichtiger zu sein als irgendwelche Arbeitsplätze sichernden bzw. schaffenden Vereinbarungen.

In den letzten Jahren sind die Märkte immer mehr international geworden, Zollbeschränkungen sind gefallen, Landesgrenzen werden immer unwichtiger in der Wirtschaft. Das bringt uns als deutsche Konsumenten günstige Produkte, kann aber nur funktionieren, wenn sich Preise und Löhne international annähern. Das ist ein langwieriger Vorgang, der nicht ohne Schwierigkeiten abläuft und noch Jahrzehnte die Weltwirtschaft beeinflussen wird. Arbeitslosigkeit ist ein Teil dieser Veränderung, und je schneller sie vollzogen wird, desto geringer bleibt die Arbeitslosigkeit. In meinen Augen ist es wichtig, dass wir in Deutschland und der sonstigen "westlichen Welt" bereit sind, zurückzustecken und unseren Lebensstandard einzuschränken, wenigstens aber auf dem aktuellen Status zu bleiben und ihn nicht weiter steigern zu wollen. Sonst wird über kurz oder lang der Lebensstandard von selbst einbrechen, und zwar wesentlich drastischer.

Wir müssen wegkommen von der ego-Lebensweise, die jeden winzigen Vorteil für einen selbst rauskitzeln will und dabei keine Rücksicht nimmt, ob dabei die gesamte Gesellschaft - man selbst inklusive - Nachteile hinnehmen muss.

Noch wichtiger ist mir aber, dass wir lernen, dankbar zu sein für das, was wir haben und zu merken, wie viel es ist.

Ach ja: Vielleicht spare ich mir irgendwann den Luxus, eine Webseite zu betreiben. Das werdet ihr dann schon merken. Bis dahin erstmal liebe Grüße,

Heiko

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Reaktionen

dankbar
(ulf | 13.05.2003 | 16:30)

"Noch wichtiger ist mir aber, dass wir lernen, dankbar zu sein für das, was wir haben und zu merken, wie viel es ist."
--ja...das ist schwer jeden tag in der konsumorientierten gesellschaft nicht zu vergessen.
"Ach ja: Vielleicht spare ich mir irgendwann den Luxus, eine Webseite zu betreiben. Das werdet ihr dann schon merken."
-- Och Heiko...doch ned wirklich...erst zu domaingo dann einen server...aber doch keine hp mehr...was wäre das Internet ohne hpol ;)
Gruß
Ulf



(Heiko | 15.05.2003 | 12:09)

Natürlich net wirklich - war ein Scherz! :-)
Aber manchmal sind Scherze schon wahr geworden...


Nutella
(Picasso | 08.07.2003 | 16:42)

Sehr gelungene Kunst....


Du Jude!
(Adolf | 09.07.2003 | 08:13)

SIEG HEIL!!


Danke!
(Heiko | 12.07.2003 | 08:47)

...aber leider gehöre ich nicht zum alten Gottesvolk, nur zum neuen.


wo ?
(pix | 22.08.2003 | 22:57)

wo sind die vielen schönen bilder hin ?


Globalisierung
(Stefan Kunze | 26.09.2003 | 00:30)

Ganz allgemein gesagt: wenn man täglich die Statements sämtlicher Lobbys und Verbände so mitverfolgt, kann man nur lachen - denn KEINER will auch nur die kleinste Einbuße hinnehmen oder irgendeinen Besitzstand aufgeben. Aktuell geht es um die Pendler-Pauschale, da darf natürlich nieeemand ran - au wei! Der Staat muß meine Fahrtkosten bezahlen - wieso DAS denn eigentlich???

Nun ja, damit wollte ich nur sagen, daß Verzicht von normalen Menschen niemals freiwillig geleistet wird! Schön wäre es ja, wenn aus lauter Einsicht und zur Abfederung der Globalisierungsfolgen die reichen Länder Verzicht üben würden - aber das ist völlig absurd!

Die Arbeitslosigkeit wird infolge von Rationalisierung, Automatisierung etc. weiterhin rapide steigen, alle anderen Annahmen sind total blauäugig. Und da wir Westeuropäer gar nicht mehr merken, WIE reich wir sind, werden uns die Arbeitskräfte der armen Länder beizeiten zeigen, WIE SEHR man sich beschränken kann! Dann ist es freilich vorbei mit Streiks, Tarifforderungen und Besitzstandswahrung!

Es gibt nur eine brauchbare Lösung: nämlich radikale Umverteilung aller Güter und Ressourcen, so daß im globalen Maßstab JEDER was vom Reichtum hat! Also eine POSITIVE Globalisierung. Nur - leider können das Menschen nicht leisten, also wird es eine anderer richten müssen, der genau diese ethischen Maßstäbe auch vertritt: Gott.

Und bis dahin werden eben weiter die Reichen immer reicher, die Armen immer....ärmer!

S.


Ganz schön pessimistisch...
(Heiko | 29.09.2003 | 14:12)

...deine Einstellung!
Wenn Du und ich das schon begriffen haben, kann doch durchaus noch der ein oder andere das auch begreifen. Oder? :-)


Wunder...
(Markus | 21.05.2004 | 13:01)

Hallo Heiko,

ich gebe dir recht mit deiner Einschaetzung bzgl Globalisierung... was ich vermisse (generell, meine ich), sind Alternativen - nicht zu Globalisierung und Lebensstandard-Einschraenkung (beide sind unabwendbar denke ich), sondern Alternativen fuer Menschen in einem Land, die scheinbar alles erreicht haben (materiell zumindest), und nicht wissen, was dem Wirtschaftswunder der 50ziger folgen soll. Ich frage mich, ob Gott fuer Deutschland ein Wunder geplant hat und ob die gegenwaertige Situation - so triest sie auch scheint - dazu den Weg breiten koennte?

Viel Spass beim Theologiestudium am Bienenberg

Markus
London
mr_markus_mueller@web.de



(Na, wer schon ... | 06.05.2005 | 19:54)

Heiko, das Wort "glaubwürdig" (s. o. die drittletzte Zeile) schreibt man klein, ebenso du, deiner,dir, dich, ihr, euer, euch, eure ... (neue rechtschreibung).



(Sara | 03.01.2006 | 19:37)

Ich wünsche dir ein frohes und vor allem gesegnetes neues Jahr, mit vielen interessanten und spannenden Erfahrungen für dich.

Ich bin übrigens die Sara vom "Get it!", falls du mich nicht so ganz genau zuordnen kannst.


Ausweg
(Matthias Oertle | 09.05.2006 | 15:30)

@Markus: Ich denke, der beste Ausweg ist, wenn die Leute erkennen, wo sie wirklich Erfüllung finden.
Und da können wir als Christen sicherlich etwas beitragen...
Wir wissen ja, dass nur bei Jesus wirklich erfülltes Leben zu finden ist.



(Via Kontaktformular | 14.01.2007 | 13:02)

hallo heiko bezüglich egoismus debatte: die macher wie gasprom- gerhard,
oder landminen- angela kapiern das erst wenn der dienstwagen halt mal stehenbleibt aber egal das geld fürs taxi ist dann ja noch locker inner tasche...
tja nun gibts verschiedene wege...auf jeden nix zu pessimistisch sehen...kein mensch ist illegal...gibts fast überall..leute kennenlernen das recht auf versammlungsfreiheit wahrnehmen (solange das noch so human gehandhabt wird) und na klar bei sich selbst anfangen denn es ist nicht mehr weit bis zum vierten reich.Als quoten- nicht-student anerkenne ich keine rechtschreibunk auf kommas habe ich ganz bewusst verzichtet um den lesereiz zu stimulieren. kleinkatastrofen arne findet geiz nur geil wenns um strafen geht...